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FLIEGEN MIT MOBILITÄTSEINSCHRÄNKUNG

Körperlich beeinträchtigte und ältere Menschen sollen die gleichen Flugreisemöglichkeiten (ohne Mehrkosten) haben, wie alle anderen Passagiere, deshalb gibt es seit dem 26. Juli 2008 einheitliche Regelungen in Europa.


Welche Rechte gibt es für Flugreisende mit Mobilitätseinschränkung?

Rund ein Drittel der Menschen in der EU sind laut Europäischer Kommission in ihrer Mobilität eingeschränkt. Die „Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität“ in der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates sind in 3 Bereiche unterteilt:

(1)   Die Buchung, wie auch die Beförderung, darf Personen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Behinderung nicht verweigert werden.
(Außer die Flugsicherheit wird dadurch beeinträchtigt.)

(2)    Kostenlose Hilfeleistungen für Personen mit Behinderung oder eingeschränkter

Mobilität müssen auf allen Flughäfen der EU und an Bord gewährleistet werden. Das gilt sowohl für Airlines als auch für Flughafenbetreiber.

(3)   Zu den Hilfeleistungen zählen:

  • Anlaufstelle am Flughafen
  • Begleitung bei Abreise von der Anlaufstelle bis zum Flugzeug und bei Anreise vom Flugzeug bis zum Flughafenausgang (inklusive aller Zwischenschritte wie zum Beispiel Gepäckaufgabe/-ausgabe etc.)
  • Kostenlose Beförderung von Rollstühlen oder Blindenhunden
  • Hilfestellung auf dem Weg zur Toilette an Bord

Wann müssen Passagiere ihren Hilfebedarf anmelden?

Spätestens 48 Stunden vor Abflug muss der Unterstützungsbedarf auf der Flugreise der Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter und dem Flughafenbetreiber gemeldet werden.

Falls die Buchung des Fluges über das Internet abgewickelt wurde, sollte die Fluggesellschaft danach sofort telefonisch über den Unterstützungsbedarf informiert werden. Dabei sollte angegeben werden, ob ein Rollstuhl benötigt oder der eigene Rollstuhl mit an Bord genommen wird.

Auch wenn man einen Blindenhund mitnehmen möchte, sollte man das der Airline vorher mitteilen.


An wen können sich Passagiere wenden, wenn sie nicht die erforderliche Hilfe erhalten haben?

Die Flughafenleitung oder die Airline sollte umgehend informiert werden, falls der Verdacht der Missachtung der „EU-Verordnung für die Rechte von behinderten Flugreisenden“ besteht. Eine weitere Möglichkeit ist die Anzeige bei den europäischen Durchsetzungs- und Beschwerdestellen. Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ist die zuständige Stelle für Vorkommnisse an deutschen Flughäfen und bei deutschen Fluggesellschaften.

Allgemeine Auskünfte und Informationen zu diesem Thema kann man sich über das Bürgertelefon des Luftfahrt-Bundesamtes einholen.


Tipp für Vielflieger

Bei manchen Fluggesellschaften ist es möglich sich eine Frequent Traveller’s Medical Card (FREMEC) ausstellen zu lassen. Auf dieser Karte werden alle medizinischen Daten gespeichert, die sonst für jeden Flug erneut eingereicht werden müssten.

 

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